„Nichts ist doofer als Hannover“ – oder?

Alles was mir immer zu Hannover einfällt ist der Reim in der Überschrift … allerdings habe ich nie eine echte Erfahrung mit Hannover gemacht, so dass das sicher unfair ist. Meine bisherigen Berührungspunkte mit der Stadt beschränken sich auf den Bahnhof, an dem ich schon häufiger umgestiegen bin, dem Flughafen, dem Messegelände und einem Büro-Gebäude in der Tresckowstraße.

Es war also an der Zeit, ein Wochenende in der Hauptstadt Niedersachsens zu verbringen, um sich einen echten Eindruck zu verschaffen.

Was in der Innenstadt sofort auffällt, sind die vielen nicht immer gelungenen Nachkreigsbauten (knapp 50 Prozent der Stadt waren nach dem 2. Weltkreig komplett zerstört). An vereinzelten Stellen, vor allem aber in der Altstadt, finden sich zum Glück immer noch die repräsentative Bauweise der Norddeutschen Backsteingotik. Auch sind viele Bauten aus der Zeit als Hannover die Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches und später Preußische Provinzhauptstadt war, aufwendig restauriert oder wieder aufgebaut wurden.

Shoppen geht in Hannover übrigens ganz hervorragend. Man merkt sofort, das die Stadt eine überregional bedeutende Einkaufsstadt ist.

Schön sind auch die vielen Museen, Theater und Strassen- sowie Flohmärkte. Speziell der jeden Samstag stattfindende Altstadt-Flohmarkt beiderseits der Leine (Leintor- bis zur Goethebrücke) ist sehenswert. Hier gibt es vom fast wertlosem Trödel bis zu Kunst- und Sammelobjekten viel zu entdecken.

Inspiriert durch die Geschichte Hannovers – speziell die 123 Jahre währende Personalunion der Königreiche Großbritannien und Hannover – stand auch ein Besuch auf Schloss Marienburg aus dem Programm.

Die Schlossanlage – ein Geburtstagsgeschenk von König Georg V. von Hannover an seine Ehefrau, Königin Marie, zu ihrem 39. Geburtstag – wurde nur von 1866 bis 1869 bewohnt.

Das im Privatbesitz von Ernst August Prinz von Hannover junior befindliche Schloss ist heute Museum und Hochzeits-Event-Location.

In den letzten Jahren schrieb Schloss Marienburg immer wieder durch einen bizarren Schenkungs-, Veräußerungs- und Sanierungsstreit Schlagzeilen.

Am Ende kann ich nur festhalten: Ja, Hannover ist definitiv eine Reise Wert!

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